Gedenktag des Erzmärtyrers Stephanus
Der Tod seiner Heiligen Wiegt schwer von dem HERRN.
Dir will ich Dank opfern
UND DES HERRN NAMEN ANRUFEN.
PSALM 116, 15 + 17
PSALM 119, 81 – 92
Meine Seele verlangt nach deinem Heil;
ich hoffe auf dein Wort.
Meine Augen sehnen sich nach deinem Wort
und sagen: Wann tröstest du mich?
Ich bin wie ein Weinschlauch im Rauch;
doch deine Gebote vergesse ich nicht.
Wie lange soll dein Knecht noch warten?
Wann willst du Gericht halten über meine Verfolger?
Die Stolzen graben mir Gruben,
sie, die nicht tun nach deinem Gesetz.
All deine Gebote sind Wahrheit;
sie aber verfolgen mich mit Lügen; hilf mir!
Sie haben mich fast umgebracht auf Erden;
ich aber verlasse deine Befehle nicht.
Erquicke mich nach deiner Gnade,
dass ich halte die Mahnung deines Mundes.
HERR, dein Wort bleibt ewiglich,
so weit der Himmel reicht;
deine Wahrheit währet für und für.
Du hast die Erde fest gegründet und sie bleibt stehen.
Sie steht noch heute nach deinen Ordnungen;
denn es muss dir alles dienen.
Wenn dein Gesetz nicht mein Trost gewesen wäre,
so wäre ich vergangen in meinem Elend.
LESUNG
AUS DEM ALTEN TESTAMENT
2. Chronik 24, 19 – 21
Der HERR aber sandte Propheten zu ihnen, dass sie sich zum HERRN bekehren sollten, und sie ermahnten sie, aber sie nahmen’s nicht zu Ohren. Und der Geist Gottes ergriff Secharja, den Sohn des Priesters Jojada. Der trat vor das Volk und sprach zu ihnen: So spricht Gott: Warum übertretet ihr die Gebote des HERRN, sodass ihr kein Gelingen habt? Denn ihr habt den HERRN verlassen, darum wird er euch auch verlassen. Aber sie machten eine Verschwörung gegen ihn und steinigten ihn auf Befehl des Königs im Vorhof am Hause des HERRN.
EPISTEL
Apostelgeschichte 7, 55 – 60
Stephanus aber, voll Heiligen Geistes, sah auf zum Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus stehen zur Rechten Gottes und sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen. Sie schrien aber laut und hielten sich ihre Ohren zu und stürmten einmütig auf ihn ein, stießen ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn.
Und die Zeugen legten ihre Kleider ab zu den Füßen eines jungen Mannes, der hieß Saulus, und sie steinigten Stephanus; der rief den Herrn an und sprach: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf! Er fiel auf die Knie und schrie laut: Herr, [a]rechne ihnen diese Sünde nicht an! Und als er das gesagt hatte, verschied er.
EVANGELIUM
Matthäus 10, 16 – 22
Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben. Hütet euch aber vor den Menschen; denn sie werden euch den Gerichten überantworten und werden euch geißeln in ihren Synagogen. Und man wird euch vor Statthalter und Könige führen um meinetwillen, ihnen und den Heiden zum Zeugnis. Wenn sie euch nun überantworten werden, so sorgt nicht, wie oder was ihr reden sollt; denn es soll euch zu der Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. Denn nicht ihr seid es, die da reden, sondern eures Vaters Geist ist es, der durch euch redet. Es wird aber ein Bruder den andern dem Tod preisgeben und der Vater den Sohn, und die Kinder werden sich empören gegen ihre Eltern und werden sie töten helfen. Und ihr werdet gehasst werden von jedermann um meines Namens willen. Wer aber bis an das Ende beharrt, der wird selig werden.
LIED 25
Was kann euch tun die Sünd und Tod?
Ihr habt mit euch den wahren Gott;
lasst zürnen Teufel und die Höll,
Gotts Sohn ist worden eu’r Gesell.
Zuletzt müsst ihr doch haben recht,
ihr seid nun worden Gotts Geschlecht.
Des danket Gott in Ewigkeit,
geduldig, fröhlich allezeit.
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