Klosternachrichtenarchiv

01.01.1970

Aus Jannik wird Bruder Jannikus

Klasse 4 der Grundschule Neuhaus besucht Kloster Amelungsborn

Amelungsbom. Einen tollen Tag verlebten die Schüler der Klasse 4 der Grundschule Neuhaus im Kloster Amelungsbom. Zwei Schülerinnen haben ihre Erlebnisse zusammengefasst:

„Wir aus der vierten Klasse haben das Kloster Amelungsbom erkundet. Es war ein eindrucksstarker Vormittag, auch wenn wir wegen Bauarbeiten den Kircheninnenraum nicht besichtigen konnten. Dafür sahen wir aber einen richtigen mittelalterlichen Gewölbekeller, der Einbecker Keller heißt. Außerdem nahmen wir den Kreuzgang und den Kräutergarten in Augenschein. Als wir im Kreuzgang waren, wurde Jannik von Frau Kißling als Mönch verkleidet.

Von da an trug er den Namen Bruder Jannikus. Wir lernten, dass ein weißes Gewand bedeutet, dass sich der Bruder noch nicht ganz für Gott entschieden hatte. Sobald jemand sich ganz für Gott entschieden hatte, bekam er noch ein schwarzes Übergewand mit Kapuze. Und man durfte keine Ehe haben.

Im Kloster gab es zwei Mahlzeiten am Tag, die erste um 12 Uhr und die zweite um 18 Uhr. Während der Mahlzeiten durften die Mönche und Brüder nicht reden. Wir haben dort auch um etwa 12 Uhr gefrühstückt und dabei den Rekord im Schweigen gebrochen: 13 Minuten lang haben wir den Mund gehalten. Dabei tranken wir einige Teesorten, deren Pflanzen wir im Kräutergarten schmecken und riechen konnten. Frau Kißling zeigte uns die verschiedenen Beete mit Küchen- , Heil- und Symbolpflanzen.
Während der Rallye hörten wir die Sage vom Mord in der Klosterkirche zu Amelungsbom.

Eine Sache hat uns besonders gut gefallen, die Bemalung von Fensterbildem. Jeder hat etwas anderes darauf gemalt, ein Kreuz oder zwei Herzen waren die häufigsten Symbole.

Wir sind froh, dass wir solch einen erlebnisreichen Vormittag erleben konnten und danken unserer Lehrerin Frau Hammerschmidt, die den Besuch organisiert hat, Frau Kißling für die spannenden Stunden, Frau Beckmann für die Fotos und den sechs Müttern für den Fahrdienst."

Nach oben


01.01.1970

Schwere Schäden an der Klosterkirche Amelungsborn

Die Amelungsborner Klosterkirche weist schwere Schäden auf. Drei von vier Vierungspfeilern müssen neu aufgebaut werden. Am 17. Dezember wird zudem der barocke Turmhelm abgenommen. Damit schweigt auch das Geläut. Das teilte der Abt des Klosters, Landessuperintendent Eckhard Gorka (Hildesheim), jetzt mit.

Die Klosterkirche Amelungsborn ist 872 Jahre alt. Sie dient der klösterlichen Familie und der Kirchengemeinde als Sakralraum. Untersuchungen an einem der Vierungspfeiler hatten ergeben, dass er nicht wie vermutet massiv durchgemauert ist, sondern in seinem Inneren eine Steinschüttung aufweist.

Messmarken zeigten statische Veränderungen an. Der Pfeiler wurde mit einer Stahlummantelung versehen. Sie soll eine weitere Spreizung verhindern. Untersuchungen an zwei weiteren Pfeilern zeigten nun das gleiche Bauprofil. Seit einigen Wochen sind deshalb insgesamt drei von vier Vierungspfeilern mit Stahlbändern armiert.

Zusätzlich zu diesem baulichen Eingriff muss auch die barocke Turmhaube abgenommen werden, weil Bausachverständige Gefahr signalisiert haben. Mit der Abnahme der barocken Turmhaube verliert die Kirche ihre 300 Jahre alte charakteristische Silhouette. „Die Abnahme der Haube ist ein herber Eingriff in das äußere Erscheinungsbild. An der Notwendigkeit des Abbaus gibt es keinen Zweifel. Hier geht Fachwissen vor Sentimentalität. Die Sicherheit für Gottesdienst- und Kirchenbesucher muss gewährleistet sein.“, sagte Abt Eckhard Gorka mit spürbarem Bedauern.

Nach der Turmabnahme muss das Dach wetterfest verschlossen werden. Die vorbereitenden Arbeiten dazu haben bereits begonnen. Zwei Kräne werden den Turmhelm und das Geläut am 17. Dezember in drei Arbeitsgängen vom Dach der Kirche abheben. Die Kosten für die Notsicherung an dem denkmalgeschützten Gebäude trägt die Landeskirche. „Dafür“, so Gorka, „sind wir sehr dankbar. Das Kloster hat keine Einnahmequellen und von daher keine Eigenmittel.“ Die Turmabnahme wird von zwei NDR-Filmteams begleitet. Der NDR wird in der Sendung DAS! darüber berichten.

Hinweis für Redaktionen:
Sie sind herzlich eingeladen, die Turmabnahme am 17. Dezember 2007 um 10 Uhr zu begleiten. Abt Gorka und Bausachverständige werden vor Ort sein und für Gespräche zur Verfügung stehen. Nach der Abnahme der sogenannten „Kleinen Haube“ wird die Kapsel der Turmbekrönung geöffnet. Man darf gespannt sein, was sich darin befindet. Das Kloster wird Sie – der Jahreszeit entsprechend – ab 11 Uhr mit Suppe und warmen Getränken versorgen. Herzlich willkommen.

Nach oben


01.01.1970

Das evangelische Profil schärfen - Geistliche Gemeinschaften und Kommunitäten kamen in Amelungsborn zusammen

Geistliche Gemeinschaften und Kommunitäten kamen in Amelungsborn zusammen

Über den Buß- und Bettag trafen sich 50 Vertreter von geistlichen Gemeinschaften und Kommunitäten der evangelischen Kirche im Kloster Amelungsborn. Es war das fünfte Treffen dieser Art. Erstmals mit dabei war der neue Kommunitätenbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Jürgen Johannesdotter (Schaumburg-Lippe). Im Zentrum der Tagung stand das Thema „Kirche im Umbruch und die Aufgabe der geistlichen Gemeinschaften“. Bischof Johannesdotter, der Landessuperintendent und Abt des Klosters Amelungsborn, Eckhard Gorka, sowie die EKD-Synodale Pfarrerin Annegret Lingenberg gaben Impulsreferate.

Lebhafte Diskussion entstand zu der Frage, wie die Evangelische Kirche das Potenzial der Kommunitäten und neu entstehenden Gemeinschaften für die notwendigen Erneuerungsprozesse fruchtbar machen könne. Bischof Johannesdotter äußerte den Wunsch, dass die Kirche die spirituelle Kompetenz geistlicher Gemeinschaften verstärkt nutzen solle. Abt Gorka ermutigte die Kommunitäten, ihre Rolle im Miteinander und als Gegenüber der verfassten Kirche wahrzunehmen. Als heilsame Orte des Glaubens könnten sie auch jenseits der klassischen kirchlichen Strukturen neue Freiräume für den Heiligen Geist schaffen. Die EKD-Synodale Lingenberg betonte die Aufgabe der Institutionen, immer wieder neue Bewegungen innerhalb der Volkskirche zu ermöglichen und forderte gleichzeitig die Gemeinschaften auf, den Kontakt zur verfassten Kirche zu suchen.Rede und Antwort stand der EKD-Oberkirchenrat Thies Gundlach in der Abschlussveranstaltung der Tagung. „Die Kommunitäten sollten insbesondere ihr evangelisches Profil schärfen und erhalten“, so Gundlach, und sich weiterhin „an der Entwicklung und Etablierung einer evangelischen Spiritualität beteiligen“.Gerade auch vor dem Hintergrund des Impulspapiers „Kirche der Freiheit“ und dem fast gleichzeitig in diesem Jahr erschienenen Votum des Rates der EKD „Verbindlich leben“ (EKD-Texte 88) wurde deutlich, dass die Kommunitäten das geistliche Leben in der Kirche mitgestalten wollen.

Nach oben

Kloster-News

12-10-09 10:23

Kirchenpädagogik

öffnet Kirchenräume für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. [mehr...]


Häufig verwendete Begriffe