Klosternachrichtenarchiv

Professor Bernd Hirche mit der Wiedererrichtung des Vierungsturms der Klosterkirche Amelungsborn beauftragt

Siegerentwurf (Prof. B. Hirche)
Siegerentwurf (Prof. B. Hirche)
  • Preisgericht traf Entscheidung unter sechs Architekturbüros.
  • Entwürfe werden für die Öffentlichkeit ausgestellt.
  • Abt Eckhard Gorka ruft zu Spenden auf.

Amelugsborn. Der Wiederaufbau des Amelungsborner Kirchturms nimmt Form und Gestalt an. Der renommierte Hamburger Architekt Prof. Bernd Hirche wird mit der Wiedererrichtung des Vierungsturms beauftragt. Abt Eckhard Gorka hat Prof. Hirche persönlich über die Entscheidung informiert. Sie fiel, nachdem in einem Architektenwettbewerb zunächst kein erster Platz vergeben worden war. Beide Zweitplatzierten bekamen Gelegenheit, ihre Entwürfe nochmals vor Mitgliedern des Preisgerichts und Fachberatern zu erläutern.

Sechs Architekturbüros hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt. Den 2. Preis im Wettbewerb teilen sich die Architekten Pax Brüning aus Hannover mit Prof. Hirche aus Hamburg. Der 3. Preis geht an Woelk | Wilkens Architekten, Hannover. Der Entwurf des Architekturbüros Schwieger aus Göttingen wurde angekauft.

Der Architekt Prof. Bernd Hirche aus Hamburg hat bereits zahlreiche Kirchen in Deutschland saniert oder neu gebaut. Unter seiner Leitung entstand beispielsweise im Jahr 2000 das Kirchzentrum Hannover-Kronsberg als Neubau mit integriertem Wohnungsbau, eingebettet in einen neuen Stadtteil, der zur Expo 2000 geplant wurde.

Sämtliche Entwürfe zu der angestrebten historischen „Zisterzienser-Nadel“ sind in der Zeit vom 18. März bis zum 9. April 2015 im Altarumgang der Amelungsborner Klosterkirche öffentlich ausgestellt.

Seit Ende des 16. Jahrhunderts besaß die Klosterkirche über der Vierung einen spitzen, achteckigen Turm mit Helmlaterne. Nach einem Brand wurde dieser zerstört. Man errichtete statt seiner 1684 einen barocken Dachreiter , der erst 2007 abgenommen werden musste. Es drohte Gefahr, dass er in die Kirche stürzt. Mit dem Vierungsturm verschwanden auch die Glocken, die in den 1960er Jahren vom Heidelberger Glockengießer Friedrich-Wilhelm Schilling gegossen und dem Kloster geschenkt worden waren. Seither ist die Klosterkirche von weitem akustisch und optisch nicht mehr erkennbar. Das wird sich ändern. „Ich freue mich darüber, dass wir zu einer einhelligen Entscheidung gekommen sind“, sagt Abt Eckhard Gorka, Landessuperintendent des Sprengels Hildesheim-Göttingen. „Die klösterliche Familie, die Kirchengemeinde und sicher viele Besucher hoffen, dass wir noch in diesem Jahr den neuen Turm sehen und die lange vermissten Klänge aus der Glockenstube hören können.“

An den Kosten der Wiedererrichtung des Vierungsturmes der 880 Jahre alten Klosterkirche beteiligen sich die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers, die Klosterkammer Hannover und die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz. Zudem haben zahlreiche Einzelpersonen ihr Interesse am Turm durch Spenden zum Ausdruck gebracht. „Weitere Spenden und Zustiftungen an die Klosterstiftung Amelungsborn sind hoch willkommen“, so der Abt des Klosters Eckhard Gorka.

Text und Pressekontakt: Öffentlichkeitsarbeit im Sprengel Hildesheim-Göttingen, Pastor Karl-Otto Scholz, Pressesprecher des Landessuperintendenten, Mobil: 0160 962 262 86, Email: „karl-otto.scholz  {ät} evlka.de“ oder „karlottoscholz {ät} gmail.com“


*** Pressemitteilung des Ev.-luth. Sprengels Hildesheim-Göttingen ***
Niedersachsens ältestes Zisterzienserkloster

Neuer Turm für Klosterkirche Amelungsborn

  • Landeskirche Hannovers, Klosterkammer Hannover und Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz beteiligen sich an Wiedererrichtung
  • Architekten-Wettbewerb läuft noch bis Januar 2015; Bauarbeiten sollen im Juli 2015 starten
  • Aufruf zu weiteren Spenden

Amelungsborn - Die "turmlose" Zeit in Niedersachsens ältestem Zisterzienserkloster ist bald vorbei. Nach über sieben Jahren kann im Sommer 2015 mit den Bauarbeiten zur Wiedererrichtung des Kirchtums der Amelungsborner Klosterkirche begonnen werden. Auf seiner Herbsttagung in der vergangenen Woche beschloss das Kirchenparlament der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, sich finanziell an den Bauarbeiten zu beteiligen. Neben der Landeskirche hat auch  die Klosterkammer Hannover ihre Unterstützung zugesagt. Positive Signale gibt es zudem von der Siftung Braunschweigischer Kulturbesitz (SBK). "Das ist eine schöne Nachricht zu Beginn des Advents. Jetzt kann die Arbeit losgehen!" sagt Landessuperintendent Eckhard Gorka, der Abt des ehemaligen Zisterzienserklosters ist. Die Gesamtkosten des Bauprojekts belaufen sich nach dem aktuellen Planungstand auf bis zu 1,2 Millionen Euro.

2007 musste der barocke Dachreiter samt der Glocken als Folge von fehlerhaften Sanierungsarbeiten abgetragen werden. Seitdem liefen die Verhandlungen über die Finanzierung des Turmneubaus. "Nach der Zusage der Landeskirche und der Klosterkammer und den guten Gesprächen mit der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz können die direkten Vorarbeiten jetzt beginnen," freut sich Eckhard Gorka. Bis Ende Januar haben im Vorfeld angefragte Architekturbüros Zeit, sich mit ihren Entwürfen am Wettbewerb zur Neugestaltung des Turms zu beteiligen. Anfang Februar 2015 entscheidet eine Jury über den Siegerentwurf. Nach der Auftragsvergabe an das siegreiche Architekturbüro erfolgt im Mai 2015 die Ausschreibung der Arbeiten für den Turmneubau. Im Juni 2015 ist die Auftragsvergabe an die ausführenden Firmen geplant und Anfang Juli 2015 der Baubeginn.

Die Klosterkammer Hannover hat über eine Förderung von 190.000 € bereits positiv entschieden. Über zusätzliche Fördermittel wird im kommenden Jahr beraten. Weitere finanzielle Unterstützung von ca. 200.000 € hat die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz in Aussicht gestellt. Die Stiftung ist auch Eigentümerin des ehemaligen Klosterguts in Amelungsborn. Im Haushalt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers sind nach der Entscheidung des Kirchenparlaments bis zu 580.000 € eingeplant. "Wir sind sehr dankbar für die Zusagen der Landeskirche, der Klosterkammer Hannover und die Inaussichtstellung von Mitteln durch die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz. Dennoch sind wir weiterhin dringend auf Spenden angewiesen, um die Finanzierung endgültig sicherzustellen," wirbt Eckhard Gorka.

Die Klosterkirche zu Amelungsborn wurde 1135 noch zu den Lebzeiten von Bernhard von Clairvaux geweiht, dem Gründer des Zisterzienserordens. Kirche und Klostergelände entsprechen noch heute in ihrer Anlage exakt den Musterplanungen, die der Zisterzienserorden seinerzeit für Klostergründungen vorgesehen hatte. Mit der sogenannten "Zisterziensernadel" wird für den Neubau eine schlankere Turmform angestrebt als die 2007 demontierte "Welsche Haube"; auch die neue Turmform ist für Amelungsborn historisch belegt.

Die fachliche Leitung für das Gesamtprojekt liegt bei Landeskirchenbaudirektor Werner Lemke vom Amt für Bau und Kunstpflege der Landeskirche Hannovers. In Zusammenarbeit mit der Klosterverwaltung und in Abstimmung mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalschutz ist er für die Ausschreibungen und später die Durchführung der Bauarbeiten zuständig.
"Ich bin sehr zuversichtlich, dass es die letzte turmlose Adventszeit in Amelungsborn sein wird. Im kommenden Jahr wird die Klosterkirche dann hoffentlich weithin sichtbar und hörbar die Gemeindeglieder, die Besucher und Pilger aus nah und fern zu Einkehr, Gottesdienst und Gebet einladen," blickt Eckhard Gorka voraus.

Informationen zum Kloster Amelungsborn
www.kloster-amelungsborn.de

Bildhinweis
Bildmaterial zum Kloster ist abrufbar unter https://www.dropbox.com/sh/letiro4gcgihqp0/AAAqb-YukMHG9PX9ktQnW8fxa
Fotografin (bitte immer angeben): Wiebke Ostermeier

Pressekontakt
Pastor Benjamin Simon-Hinkelmann,
Pressesprecher des Landessuperintendenten
Mobil: 0151 – 403 686 07
benjamin.simon-hinkelmann@posteo.de

Kontakt Kloster Amelungsborn
Abt Eckhard Gorka,
Landessuperintendent für den Sprengel Hildesheim-Göttingen
Michaelisplatz 3 A, 31134 Hildesheim
Tel. 05121 - 32457, Fax 05121 - 32249
Lasup.Hildesheim-Goettingen@evlka.de


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Hildesheim, 3. Dezember 2014

Öffentlichkeitsarbeit im Sprengel Hildesheim-Göttingen
Pastor Benjamin Simon-Hinkelmann, Pressesprecher des Landessuperintendenten
Bergstr. 26,  37441 Bad Sachsa-Steina

Mobil: 0151 – 403 686 07
Tel.:     05523 – 93050
benjamin.simon-hinkelmann@posteo.de
www.sprengel-hildesheim-goettingen.de


Kloster Amelungsborn: Wiedererrichtung des Kirchturms in greifbarer Nähe

Klosterkammer Hannover und Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz signalisieren Unterstützung / Weitere finanzielle Hilfe wird benötigt

Amelungsborn. Nach über sieben Jahren gehen die Planungen für die Wiedererrichtung des Kirchturms im Kloster Amelungsborn in eine entscheidende Phase. Die Klosterkammer Hannover und die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz signalisierten, sich an den Kosten für den Neubau des Dachreiters zu beteiligen. Somit wäre die Klosterkirche von Niedersachsens ältester zisterziensischer Klostergründung wieder weithin sichtbar und hörbar. Die Klosterkirche ist zugleich Gemeindekirche der Kirchengemeinde Amelungsborn. Als Folge unsachgemäßer Sanierungsarbeiten in der Vergangenheit musste der barocke Dachreiter samt Glocken 2007 aus Sicherheitsgründen abgetragen werden.

Landessuperintendent Eckhard Gorka als Abt des Klosters gab beim Kapiteltag, dem jährlichen Treffen der klösterlichen Familie, bekannt, dass ein neuer Turm endlich "in greifbare Nähe" rücke. Da das Kloster lediglich über geringe finanzielle Eigenmittel verfügt, wurden in den zurückliegenden Monaten intensive Gespräche mit potentiellen Unterstützern für den Wiederaufbau geführt. Die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz (SBK), in deren Besitz auch das früher zum Kloster gehörende Klostergut ist, und die Klosterkammer Hannover signalisierten in Vorgesprächen, sich mit namhaften Zuschüssen an der Wiedererrichtung des Vierungsturmes zu beteiligen. Entsprechende Anträge an die Einrichtungen wurden inzwischen gestellt. "Jetzt müssen wir hier die im Herbst anstehenden Gremienbeschlüsse abwarten", zeigte sich Eckhard Gorka, der als leitender Geistlicher dem Sprengel Hildesheim-Göttingen vorsteht, vorsichtig optimistisch.

Nach den positiven Signalen aus Hannover und Braunschweig wurde ebenfalls ein Antrag an die Ev.-luth. Landeskirche Hannovers gestellt, einen Teil der Baukosten, die sich nach den Planungen auf ca. 1,2 Mio. € belaufen, zu übernehmen. Im Februar 2014 hatte die Landessynode, die über die Vergabe der Haushaltsmittel in der Landeskirche entscheidet, zunächst 25.000 € für die weiteren Planungskosten bewilligt. Die endgültige Entscheidung über die Höhe der finanziellen Beteiligung der Landeskirche Hannovers muss die Landessynode bei ihrer Tagung im November 2014 treffen.

Die Klosterkirche zu Amelungsborn wurde 1135 noch zu den Lebzeiten von Bernhard von Clairvaux, dem Gründers des Zisterzienserordens, geweiht. Kirche und Klostergelände entsprechen noch heute in ihrer Anlage exakt den Musterplanungen, die der Zisterzienserorden seinerzeit für Klostergründungen vorgesehen hatte. „Schon deshalb kommt der Klosterkirche eine ganz besondere Bedeutung zu", unterstreicht Eckhard Gorka. Dieses hatte auch die Landessynode im 2013 so in der Verfassung der Landeskirche festgeschrieben: Wie das Kloster Loccum ist Amelungsborn eine "selbstständige geistliche Körperschaften innerhalb der Landeskirche".

An dem Fortgang der Planungen ist für die Landeskirche der landeskirchliche Baudirektor Werner Lemke beteiligt, der bereits in Gesprächen mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalschutz ist, um die notwendigen Abstimmungen für die Baumaßnahmen zu treffen. Mit der sogenannten "Zisterziensernadel" wird für den Neubau eine schlankere Turmform angestrebt als die 2007 demontierte "Welsche Haube". Auch die neue Turmform ist aber für Amelungsborn historisch belegt. Im Unterbau des neuen Turmaufbaus könnten dann auch wieder die Glocken aufgehängt werden.

Momentan laufen die Planungen für einen Architektenwettbewerb, der bis Ende des Jahres abgeschlossen sein wird. Die Finanzierung vorausgesetzt, wäre dann ein Baubeginn Mitte 2015 denkbar, sagte Eckhard Gorka. "Ich bitte alle, die sich dem Kloster verbunden fühlen, sehr herzlich, uns bei der Wiedererrichtung des Turms zu unterstützen. Wir haben jetzt die Chance, dass die Klostersilhouette endlich wieder komplett wird: Damit wäre das Kloster wieder sichtbar und hörbar. Die Kirchengemeinde Amelungsborn und das Kloster könnten endlich wieder mit Glockenklang zum Gottesdienst einladen - und das wird auch wirklich Zeit!"

(Pressemitteilung des Sprengels Hildesheim-Göttingen vom 28. Juli 2014)


Neuer Turm für die Klosterkirche in Sicht - TAH vom 25. Februar 2014

Zur besseren Ansicht benutzen Sie bitte die Zoom-Funktion Ihres Browsers.

(Artikel aus dem Täglichen Anzeiger Holzminden vom 25. Februar 2014)


Klostergarten- und Konzertsaison im Kloster eröffnet

Neben den Veranstaltungen im Klostergarten stehen nun auch die ersten musikalischen Genüsse auf dem Programm.

Zunächst erklingt an Karfreitag die Matthäuspassion von Heinrich Schütz (18 Uhr, Alfelder Vokalensemble unter Leitung von Volker Dehn). Am 11. Mai findet das Auftaktkonzert der 26. Musikwochen Weeserbergland statt (siehe rechts). Der Eintritt ist frei, um Spenden wird am Ausgang gebeten.

Im Laufe der Zeit finden Sie mehr Veranstaltungen auf unseren Seiten - schauen Sie bald wieder herein!


Wiedereinweihung der instandgesetzten Orgel

Am Samstag, dem 23. November 2013, wurde um 18 Uhr die Orgel in der Klosterkirche Amelungsborn nach gut neunmonatigen Renovierungsarbeiten neu ihrer Bestimmung übergeben und in einem Konzert vorgestellt. Oberlandeskirchenrat Dr. Klaus Grünwaldt, im Landeskirchenamt Hannover zuständig für Gottesdienst, Kirchenmusik und auch für die Orgeln, übernahm den liturgischen Teil und predigte. Kreiskantorin Christiane Klein musizierte ein klanglich vielgestaltiges  Programm mit Blick auf den Ewigkeitssonntag: Das Magnificat primi toni von Hieronymus Praetorius, die Choralpartita „Freu dich sehr, o liebe Seele“ von Georg Böhm, Johann Sebastian Bachs „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ und Fuge Es-Dur sowie Choralbearbeitungen von Reger und Karg-Elert über „Wachet auf“ und „Jerusalem, du hochgebaute Stadt“.

Seit Februar war der Orgelbereich der großen Klosterkirche Baustelle. Teile der Orgel wurden ausgebaut und überholt. Einige wichtige Elemente wie Windladen und der Blasebalg waren durch klimatische Gegebenheiten und durch Holzwurmfraß so zerstört, dass sie erneuert werden mussten. Alle Pfeifen wurden generalüberholt und klanglich neu eingepasst. Außerdem wurde die Farbfassung erneuert. Im Anschluss an das Konzert steht der Orgelbauer Martin Wurm aus Neustadtgödens zur Verfügung und erläutert gerne seine Arbeiten und beantwortet Detailfragen zum Instrument.

Text nach der Pressemitteilung von Kreiskantorin Christiane Klein


Lilienthaler Silberschmied stiftet Abendmahlsgerät

Foto: Christoph Diemer und sein Werk

Aus Hingabe ans Handwerk und Inspiration durch die Bibel

Der Lilienthaler Silberschmied Christoph Diemer stiftet dem Kloster Amelungsborn wertvolles Abendmahlsgerät.

 

Amelungsborn. Der Lilienthaler Silberschmied Christoph Diemer hat dem Kloster Amelungsborn wertvolle Abendmahlsgeräte gestiftet. Die Gruppe aus einem silbernen Kreuz und zwölf Kelchen trägt den Titel "Das himmlische Kreuz und die zwölf Apostel". Auf Wunsch des Stifters sollen das Kreuz, die Kelche, die Patene (Oblatenschale) und die Weinkanne zusammen und im Gebrauch bleiben. 

 

Konvent und Familiaritas des Klosters haben die „Vasa Sacra“ (übersetzt: die „heiligen Geräte“) jüngst in einem Abendmahlsgottesdienst mit Abt Eckhard Gorka in Gebrauch genommen. "Die klösterliche Familie Amelungsborn ist Christoph Diemer sehr dankbar. Die Begegnung mit dem Künstler und seine Auseinandersetzung mit dem Abendmahl haben uns tief beeindruckt", sagt Abt Gorka. Das Kloster wird dem Wunsch des Stifters entsprechen und die Abendmahlsgeräte nutzen. 

 

"Das himmlische Kreuz und die zwölf Apostel" entstanden seit 2003 nach intensiver Beschäftigung Diemers mit den Texten des Neuen Testamentes. 2005 schreibt er: "Vor meinem inneren Bild wurden Jesus und die zwölf Jünger sichtbar. Es sollen ein Kreuz und zwölf unterschiedliche Kelche für die zwölf Jünger entstehen, die in ihren Charakteren sehr unterschiedlich waren aber als Jünger Jesu eine Einheit bildeten." Auf die Anfertigung eines Judas-Kelches hat Diemer nach langem Ringen verzichtet und den zwölften Kelch nach der Überlieferung der Apostelgeschichte Matthias gewidmet.  Eine Besonderheit: das „himmlische Kreuz“ als Zentrum des Abendmahlsgerätes birgt in seiner Mitte einen prägnanten Mittelstein, einen ovalen Brasilamethyst.

 

Christoph Diemer, der das Silberschmiedehandwerk des Treibens, Gravierens, Ziselierens und Emaillierens bei Franz Bolze in Bremen erlernte und durch ein Studium an der Akademie der Bildenden Kunst in Nürnberg vertiefen konnte, hat zahlreiche Preise für sein eindrucksvolles künstlerisches Schaffen verliehen bekommen, darunter den Staatspreis des Landes Bayern. Einzelne Stücke befinden sich im Besitz des Focke-Museums (Bremen) und des Kestner-Museums (Hannover).  

 

Diese besondere Handwerkskunst ist für den Lilienthaler zur Leidenschaft geworden. Betrachter des Abendmahlsgerätes in Amelungsborn können in den kostbaren Gefäßen seine Hingabe entdecken, aber auch die Inspiration durch die Botschaft der Bibel.

 

Text und Bild: Öffentlichkeitsarbeit im Sprengel Hildesheim-Göttingen


Festtagsbraten mit Tafelmusik und Balladen

Foto 1: Blick in den Kapitelsaal des Klosters Amelungsborn. Vorne in der Mitte der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander mit Frau sowie Abt Eckhard Gorka mit Frau.

Foto 2: Abt Eckhard Gorka

Mit einem festlichen Abend hat Ende vergangener Woche die Klosterstiftung Amelungsborn die Aufmerksamkeit neuer Freunde und Zustifter gefunden. Die Resonanz war so groß, dass der Stiftungsabend gleich zweimal angeboten werden musste. An beiden Terminen kamen insgesamt mehr als 80 Gäste zu einem festlichen Essen in den Kapitelsaal des Klosters auf dem Odfeld. Teilgenommen haben unter anderen Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander, die Präsidentin der Klosterkammer Hannover, Sigrid Maier-Knapp-Herbst, der Präsident des Landeskirchenamtes Hannovers, Burkhard Guntau, die Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt, Holzmindens Bürgermeister Jürgen Daul sowie Superintendent Ulrich Wöhler. 

 

Abt Eckhard Gorka und Präsident Burkhard Guntau machten deutlich, wie notwendig eine auf Dauer gestellte Stiftung für das Kloster sei. Nachdem vor drei Jahren aufgrund von Renovierungsarbeiten die Turmhaube der Klosterkirche abgenommen werden musste, sei der Finanzbedarf schmerzlich sichtbar. „Das Kloster Amelungsborn soll in seinem geistlichen Auftrag erhalten werden“, so der Abt. Die Stifter könnten durch eigene Spenden aber mehr noch durch „diplomatische Dienste“ zu möglichen Geldgebern dazu helfen. „Die einen fördern ihre Musikschule, die anderen ihr Theater. Hier kann man sein Kloster unterstützen.“

Foto 3: Familiare Berthold Ostermann

Aus diesem Grund war auch Susanne Görlitz aus dem benachbarten Stadtoldendorf gekommen. Das Kloster, meint sie, sei ein unersetzbarer Bezugspunkt in der Region. Als Lehrerin schätze sie vor allem die Möglichkeiten zu kirchenpädagogischen Erkundungen sowie den Kräutergarten. Außerdem vertrete sie den Abt des Klosters im Kirchenvorstand der Patronatsgemeinde Stadtoldendorf.

 

Für die kulturelle Note neben dem Essen sorgten der Göttinger Konzertorganist Alexander Kuhlo am Cembalo und Sopranistin Marit Bonerewitz mit Musik von Cimarosa und Rontani. Berthold Ostermann und Richard Toellner, Familiare des Klosters, trugen die Balladen „Der fluchende Bischof“, „Brennesselbusch“ und „Lederhosen-Saga“ des Dichters Börries von Münchhausen (1874-1945) vor.

 

Zustiftungen zur Amelungsborner Klosterstiftung werden von der hannoverschen Landeskirche noch bis Ende Juni mit 33 Prozent bonifiziert. Eine Spende von 100 Euro erhöht sich damit automatisch auf 133 Euro. 

Das Spendenkonto lautet: Kto.-Nr. 6 600 980, BLZ 520 604 10 (Evangelische Bank eG, Kassel).

Foto 4: Die Musik beim Stiftungsabend im Kloster Amelungsborn trugen die Sopranistin Marit Bonerewitz und Alexander Kuhlo bei

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Aus Jannik wird Bruder Jannikus

Klasse 4 der Grundschule Neuhaus besucht Kloster Amelungsborn

Amelungsbom. Einen tollen Tag verlebten die Schüler der Klasse 4 der Grundschule Neuhaus im Kloster Amelungsbom. Zwei Schülerinnen haben ihre Erlebnisse zusammengefasst:

„Wir aus der vierten Klasse haben das Kloster Amelungsbom erkundet. Es war ein eindrucksstarker Vormittag, auch wenn wir wegen Bauarbeiten den Kircheninnenraum nicht besichtigen konnten. Dafür sahen wir aber einen richtigen mittelalterlichen Gewölbekeller, der Einbecker Keller heißt. Außerdem nahmen wir den Kreuzgang und den Kräutergarten in Augenschein. Als wir im Kreuzgang waren, wurde Jannik von Frau Kißling als Mönch verkleidet.

Von da an trug er den Namen Bruder Jannikus. Wir lernten, dass ein weißes Gewand bedeutet, dass sich der Bruder noch nicht ganz für Gott entschieden hatte. Sobald jemand sich ganz für Gott entschieden hatte, bekam er noch ein schwarzes Übergewand mit Kapuze. Und man durfte keine Ehe haben.

Im Kloster gab es zwei Mahlzeiten am Tag, die erste um 12 Uhr und die zweite um 18 Uhr. Während der Mahlzeiten durften die Mönche und Brüder nicht reden. Wir haben dort auch um etwa 12 Uhr gefrühstückt und dabei den Rekord im Schweigen gebrochen: 13 Minuten lang haben wir den Mund gehalten. Dabei tranken wir einige Teesorten, deren Pflanzen wir im Kräutergarten schmecken und riechen konnten. Frau Kißling zeigte uns die verschiedenen Beete mit Küchen- , Heil- und Symbolpflanzen.
Während der Rallye hörten wir die Sage vom Mord in der Klosterkirche zu Amelungsbom.

Eine Sache hat uns besonders gut gefallen, die Bemalung von Fensterbildem. Jeder hat etwas anderes darauf gemalt, ein Kreuz oder zwei Herzen waren die häufigsten Symbole.

Wir sind froh, dass wir solch einen erlebnisreichen Vormittag erleben konnten und danken unserer Lehrerin Frau Hammerschmidt, die den Besuch organisiert hat, Frau Kißling für die spannenden Stunden, Frau Beckmann für die Fotos und den sechs Müttern für den Fahrdienst."

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14.02.2011

Schwere Schäden an der Klosterkirche Amelungsborn

Die Amelungsborner Klosterkirche weist schwere Schäden auf. Drei von vier Vierungspfeilern müssen neu aufgebaut werden. Am 17. Dezember wird zudem der barocke Turmhelm abgenommen. Damit schweigt auch das Geläut. Das teilte der Abt des Klosters, Landessuperintendent Eckhard Gorka (Hildesheim), jetzt mit.

Die Klosterkirche Amelungsborn ist 872 Jahre alt. Sie dient der klösterlichen Familie und der Kirchengemeinde als Sakralraum. Untersuchungen an einem der Vierungspfeiler hatten ergeben, dass er nicht wie vermutet massiv durchgemauert ist, sondern in seinem Inneren eine Steinschüttung aufweist.

Messmarken zeigten statische Veränderungen an. Der Pfeiler wurde mit einer Stahlummantelung versehen. Sie soll eine weitere Spreizung verhindern. Untersuchungen an zwei weiteren Pfeilern zeigten nun das gleiche Bauprofil. Seit einigen Wochen sind deshalb insgesamt drei von vier Vierungspfeilern mit Stahlbändern armiert.

Zusätzlich zu diesem baulichen Eingriff muss auch die barocke Turmhaube abgenommen werden, weil Bausachverständige Gefahr signalisiert haben. Mit der Abnahme der barocken Turmhaube verliert die Kirche ihre 300 Jahre alte charakteristische Silhouette. „Die Abnahme der Haube ist ein herber Eingriff in das äußere Erscheinungsbild. An der Notwendigkeit des Abbaus gibt es keinen Zweifel. Hier geht Fachwissen vor Sentimentalität. Die Sicherheit für Gottesdienst- und Kirchenbesucher muss gewährleistet sein.“, sagte Abt Eckhard Gorka mit spürbarem Bedauern.

Nach der Turmabnahme muss das Dach wetterfest verschlossen werden. Die vorbereitenden Arbeiten dazu haben bereits begonnen. Zwei Kräne werden den Turmhelm und das Geläut am 17. Dezember in drei Arbeitsgängen vom Dach der Kirche abheben. Die Kosten für die Notsicherung an dem denkmalgeschützten Gebäude trägt die Landeskirche. „Dafür“, so Gorka, „sind wir sehr dankbar. Das Kloster hat keine Einnahmequellen und von daher keine Eigenmittel.“ Die Turmabnahme wird von zwei NDR-Filmteams begleitet. Der NDR wird in der Sendung DAS! darüber berichten.

Hinweis für Redaktionen:
Sie sind herzlich eingeladen, die Turmabnahme am 17. Dezember 2007 um 10 Uhr zu begleiten. Abt Gorka und Bausachverständige werden vor Ort sein und für Gespräche zur Verfügung stehen. Nach der Abnahme der sogenannten „Kleinen Haube“ wird die Kapsel der Turmbekrönung geöffnet. Man darf gespannt sein, was sich darin befindet. Das Kloster wird Sie – der Jahreszeit entsprechend – ab 11 Uhr mit Suppe und warmen Getränken versorgen. Herzlich willkommen.

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Das evangelische Profil schärfen - Geistliche Gemeinschaften und Kommunitäten kamen in Amelungsborn zusammen

Geistliche Gemeinschaften und Kommunitäten kamen in Amelungsborn zusammen

Über den Buß- und Bettag trafen sich 50 Vertreter von geistlichen Gemeinschaften und Kommunitäten der evangelischen Kirche im Kloster Amelungsborn. Es war das fünfte Treffen dieser Art. Erstmals mit dabei war der neue Kommunitätenbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Jürgen Johannesdotter (Schaumburg-Lippe). Im Zentrum der Tagung stand das Thema „Kirche im Umbruch und die Aufgabe der geistlichen Gemeinschaften“. Bischof Johannesdotter, der Landessuperintendent und Abt des Klosters Amelungsborn, Eckhard Gorka, sowie die EKD-Synodale Pfarrerin Annegret Lingenberg gaben Impulsreferate.

Lebhafte Diskussion entstand zu der Frage, wie die Evangelische Kirche das Potenzial der Kommunitäten und neu entstehenden Gemeinschaften für die notwendigen Erneuerungsprozesse fruchtbar machen könne. Bischof Johannesdotter äußerte den Wunsch, dass die Kirche die spirituelle Kompetenz geistlicher Gemeinschaften verstärkt nutzen solle. Abt Gorka ermutigte die Kommunitäten, ihre Rolle im Miteinander und als Gegenüber der verfassten Kirche wahrzunehmen. Als heilsame Orte des Glaubens könnten sie auch jenseits der klassischen kirchlichen Strukturen neue Freiräume für den Heiligen Geist schaffen. Die EKD-Synodale Lingenberg betonte die Aufgabe der Institutionen, immer wieder neue Bewegungen innerhalb der Volkskirche zu ermöglichen und forderte gleichzeitig die Gemeinschaften auf, den Kontakt zur verfassten Kirche zu suchen.Rede und Antwort stand der EKD-Oberkirchenrat Thies Gundlach in der Abschlussveranstaltung der Tagung. „Die Kommunitäten sollten insbesondere ihr evangelisches Profil schärfen und erhalten“, so Gundlach, und sich weiterhin „an der Entwicklung und Etablierung einer evangelischen Spiritualität beteiligen“.Gerade auch vor dem Hintergrund des Impulspapiers „Kirche der Freiheit“ und dem fast gleichzeitig in diesem Jahr erschienenen Votum des Rates der EKD „Verbindlich leben“ (EKD-Texte 88) wurde deutlich, dass die Kommunitäten das geistliche Leben in der Kirche mitgestalten wollen.

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