Montag

PSALM 77, 12 - 21

Darum denke ich an die Taten des HERRN,
ja, ich denke an deine früheren Wunder
     und sinne über alle deine Werke
     und denke deinen Taten nach.
Gott, dein Weg ist heilig.
Wo ist ein so mächtiger Gott, wie du, Gott, bist?
     Du bist der Gott, der Wunder tut,
     du hast deine Macht bewiesen unter den Völkern.
Du hast dein Volk erlöst mit Macht,
die Kinder Jakobs und Josefs.
     Die Wasser sahen dich, Gott,
     die Wasser sahen dich und ängstigten sich,
     ja, die Tiefen tobten.
Wasser ergossen sich aus dem Gewölk,
die Wolken donnerten, und deine Pfeile fuhren einher.
     Dein Donner rollte, Blitze erhellten den Erdkreis,
     die Erde erbebte und wankte.
Dein Weg ging durch das Meer
und dein Pfad durch große Wasser;
doch niemand sah deine Spur.
     Du führtest dein Volk wie eine Herde
     durch die Hand des Mose und Aaron.


PHILIPPER 1, 15 - 26

Einige zwar predigen Christus aus Neid und Streitsucht, einige aber auch in guter Absicht: diese aus Liebe, denn sie wissen, dass ich zur Verteidigung des Evangeliums hier liege; jene aber verkündigen Christus aus Eigennutz und nicht lauter, denn sie möchten mir Trübsal bereiten in meiner Gefangenschaft. Was tut’s aber? Wenn nur Christus verkündigt wird auf jede Weise, es geschehe zum Vorwand oder in Wahrheit, so freue ich mich darüber. Aber ich werde mich auch weiterhin freuen; denn ich weiß, dass mir dies zum Heil ausgehen wird durch euer Gebet und durch den Beistand des Geistes Jesu Christi, wie ich sehnlich warte und hoffe, dass ich in keinem Stück zuschanden werde, sondern dass frei und offen, wie allezeit so auch jetzt, Christus verherrlicht werde an meinem Leibe, es sei durch Leben oder durch Tod. Denn Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn.
Wenn ich aber weiterleben soll im Fleisch, so dient mir das dazu, mehr Frucht zu schaffen; und so weiß ich nicht, was ich wählen soll. Denn es setzt mir beides hart zu: ich habe Lust, aus der Welt zu scheiden und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre; aber es ist nötiger, im Fleisch zu bleiben, um euretwillen. Und in solcher Zuversicht weiß ich, dass ich bleiben und bei euch allen sein werde, euch zur Förderung und zur Freude im Glauben, damit euer Rühmen in Christus Jesus größer werde durch mich, wenn ich wieder zu euch komme.


LIED 516

Christus, der ist mein Leben,
Sterben ist mein Gewinn;
ihm will ich mich ergeben,
mit Fried fahr ich dahin.

Mit Freud fahr ich von dannen
zu Christ, dem Bruder mein,
auf dass ich zu ihm komme
und ewig bei ihm sei.

In dir, Herr, lass mich leben
und bleiben allezeit,
so wirst du mir einst geben
des Himmels Wonn und Freud.

Die Lesung des Breviers

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Fragen zum Brevier

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Mitherausgeber
Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailBerthold Ostermann