Amelungsborner Brevier des Tages

Sonnabend

PSALM 44, 10 - 27 

Warum verstößt du uns denn nun 
und lässt uns zuschanden werden 
und ziehst nicht aus mit unserm Heer? 
     Du lässt uns fliehen vor unserm Feind, 
     dass uns berauben, die uns hassen. 
Du gibst uns dahin wie Schlachtschafe 
und zerstreust uns unter die Heiden. 
     Du verkaufst dein Volk um ein Nichts 
     und hast mit ihrem Kaufgeld nichts gewonnen. 
Du machst uns zur Schmach bei unsern Nachbarn, 
zu Spott und Hohn bei denen, die um uns her sind.
     Du machst uns zum Sprichwort unter den Heiden,
     lässt die Völker das Haupt über uns schütteln.
Täglich ist meine Schmach mir vor Augen,
und mein Antlitz ist voller Scham, 
     weil ich sie höhnen und lästern höre 
     und muss die Feinde und Rachgierigen sehen.
Dies alles ist über uns gekommen;
und wir haben doch dich nicht vergessen,
an deinem Bund nicht untreu gehandelt.
     Unser Herz ist nicht abgefallen
     noch unser Schritt gewichen von deinem Weg, 
dass du uns so zerschlägst am Ort der Schakale 
und bedeckst uns mit Finsternis.
     Wenn wir den Namen unsres Gottes vergessen hätten
     und unsre Hände aufgehoben zum fremden Gott: 
würde das Gott nicht erforschen? 
Er kennt ja unsres Herzens Grund.
     Doch um deinetwillen werden wir täglich getötet
     und sind geachtet wie Schlachtschafe. 
Wache auf, Herr! Warum schläfst du? 
Werde wach und verstoß uns nicht für immer!
     Warum verbirgst du dein Antlitz, 
     vergissest unser Elend und unsre Drangsal? 
Denn unsre Seele ist gebeugt zum Staube, 
unser Leib liegt am Boden.
     Mache dich auf, hilf uns
     und erlöse uns um deiner Güte willen!

JESAJA 41, 6 - 9

Einer will dem anderen helfen und spricht zu seinem Nächsten: Steh fest! Der Meister nimmt den Goldschmied fest an die Hand, und sie machen mit dem Hammer das Blech glatt auf dem Amboss und sprechen: Das wird fein stehen! und machen’s fest mit Nägeln, dass es nicht wackeln soll. Du aber, Israel, mein Knecht, Jakob, den ich erwählt habe, du Spross Abrahams, meines Geliebten, den ich fest ergriffen habe, von den Enden der Erde her und berufen von ihren Grenzen, zu dem ich sprach: Du sollst mein Knecht sein; ich erwähle dich und verwerfe dich nicht. 

LIED 113

Des Herren Rechte, die behält
den Sieg und ist erhöht; 
des Herren Rechte mächtig fällt,
was ihr entgegensteht. 
Tod, Teufel, Höll und alle Feind 
durch Christi Sieg bezwungen seind, 
ihr Zorn ist kraftlos worden.

Die Lesung des Breviers

kann zu einer Andacht ausgestaltet werden.
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Fragen zum Brevier beantwortet gerne Mitherausgeber

Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailBerthold Ostermann